Vertrauen 

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Die Sache mit dem Vertrauen 
Wenn es einem Menschen schwerfällt dir zu vertrauen, 

hat das selten nur mit dir zu tun, 

sondern damit, dass alte Verletzungen

wie eine offene Wunde in ihm brennen. 
Von ihm Vertrauen zu verlangen, 

kann das letzte bisschen sein, 

das ihn über eine emotionale Klippe stösst

hinein in das dunkle Meer voller Angst. 
Vertrauen können ist keine Sache des Verstandes. 

Nichts, das wir im Kopf beschliessen könnten. 

Vertrauen ist eine Sache des Herzens. 
Und Herzen folgen ihrer ureigenen Melodie. 
Wenn du dir das Vertrauen eines anderen wünschst, 

hülle ihn nicht unbedingt in schöne Worte 

oder gar Versprechen ein, sondern schau zu, 

wie schön es ist wenn sein Herz still wird,

weil es deinen Taten lauscht.

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Gedankenspirale 

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Was, wenn wir das emotionale Gewicht an Unsicherheit, Selbstzweifeln und scheinbar nie enden wollenden Gedankenspiralen in (und zwischen) uns für einmal links liegen lassen und uns mit geschlossenen Augen zwei, drei torkelnde Schritte hinaus ins wildwassergleiche Leben hinaus wagen würden?
Die eine Frage, 

sie stellt sich mahnend 

und hallt kopfschüttelnd nach:
Was 

tun wir 

hier 

eigentlich

(uns

selbst an)

und 

wozu?

Ich bin müde 

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Ich bin müde.

Müde vom Erklären, warum ich traurig bin,

Müde, mich zu rechtfertigen, warum ich Angst habe,

Müde, so zu tun, als sei alles gut.
Und doch finde ich keinen Schlaf.

Denn ich überlege, warum ich traurig bin,

Grüble, woher die Ängste kommen,

Denke nach, wann ich nicht mehr ich war.
So vergeht Tag um Tag,

Und das Gefühl, hilflos zu sein, steigt,

Das Gefühl, nicht lebensfähig zu sein erdrückt einen,

Es macht einen müde und schlaflos.

Mit Freundlichkeit … 

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Ich lebe immer kurz vor der Detonation. 

Gerade eben vor dem Supermarkt. Ein junger Mann nestelt an seinem Fahrrad herum, ich stelle mich daneben.
Ich: »Oh Mann, das sieht ja kompliziert aus. «

Er: »Geht so.«

Ich: »Als Fahrradfahrer sollte man immer das richtige Werkzeug dabei haben.«

Er: »Niemand mag Klugscheißer.«

Ich: »Das sagen alle dummen Menschen.«

Er: »Selber dumm.«

Ich: »Ganz sicher. Ich hätte zum Beispiel auch keine Ahnung, wie man so ein Fahrrad repariert.«

Er: »Ich repariere nichts.«

Ich: »Was machen Sie dann?«

Er: »Wonach sieht’s denn aus?«

Ich: »Nach Reparieren, das hat das Fahrrad sicher nötig.«

Er: »Ich repariere nichts, das Schloss klemmt.«

Ich: »Ah, okay. Und die Kette ist ja ziemlich fett, die kriegt man wohl nicht so einfach durch.«

Er: »Nee.«

Ich: »Und das Schloss lässt sich nicht öffnen?«

Er: »Nein, sonst wäre ich ja schon längst weg!«

Ich: »Wie gesagt: Man braucht gutes Werkzeug, das hat mein Opa schon gesagt.«

Er flucht, ich hole eine Tüte Gummibären aus meinen Rucksack. 

Ich: »Ein bisschen Stärkung?«

Er: »Nein, Danke.«

Ich: »Dann nicht. Brauchen Sie denn Hilfe bei dem Schloss?«

Er: »Nein, ich kriege das schon hin!«

Ich: »Gutes Werkzeug. Habe ich wohl schon mal gesagt. Mit so einer Fummelei wird das auf Dauer nichts.«

Er: »Hauen Sie einfach ab!«

Ich: »Kein Grund, so unfreundlich zu sein! Ich wollte nur helfen.«

Er: »Kann ich drauf verzichten!«

Ich: »Ja, merke ich auch. Trotzdem würde ich mir gern mal das Schloss ansehen.«

Er: »Warum!?«

Ich: »Weil ich den Schlüssel dafür habe und wissen will, ob er noch passt.«
So schnell, wie der junge Mann laufen konnte, brauchte der gar kein Fahrrad. Und schon gar nicht meines. Einige Dinge kann man mit Freundlichkeit auch viel besser erledigen. Und mein Schloss und meine Kette haben den ersten Belastungstest bestanden.

​Wenn ich erst erwachsen bin, dann …

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… bleibe ich so lange auf, wie ich will! – Check!
(Nur schade, dass ich den Schlaf mittlerweile lieben gelernt habe und wir uns am Morgen meist viel zu früh wieder trennen müssen. Außerdem brauche ich meinen Schlaf. Zu wenig Schlaf ist auf Dauer schließlich schlecht für den Körper.)
… mache ich mir eine riesige Schüssel Kuchenteig und esse die ganz    alleine auf! – Check!
(Na gut, es war Pfannkuchenteig. Der geht schneller. Und in einer Tasse. Man muss es ja nicht gleich übertreiben und auf Bauchschmerzen kann ich auch verzichten.)
Ich könnte diese Liste endlos fortsetzen. Sie ist voller Klischees. Aber zauberhafter Klischees. Wünsche, bei denen das Herz stark anfing zu klopfen, wenn man nur daran dachte.
Und plötzlich ist man „erwachsen“ und hat (scheinbar) alle Möglichkeiten. Man kann tun und lassen, was man will. Richtig die Sau rauslassen. Theoretisch. Und plötzlich verlieren diese Dinge ihren Zauber. Weil einerseits vieles alltäglich wird und weil es andererseits eben doch Grenzen gibt. Grenzen in Form finanzieller Möglichkeiten, Platzmangel, Gesetzen, „Vernunft“ …
„Erwachsen“. Was ist das eigentlich? Eine Zahl auf dem Ausweis? Ein gut gefülltes Bankkonto? Will ich überhaupt je ganz erwachsen werden?
Nein. Das innere Kind soll, ja muss man sich unter allen Umständen bewahren. Nur so kann das Leben diesen besonderen Zauber behalten, den wir schon damals so liebten. Das ganze Geheimnis liegt darin, jeden Moment in seiner Besonderheit und Einzigartigkeit zu erkennen und zu schätzen. Sich an kleinen Dingen zu freuen. Und sich immer wieder neue Dinge für die Zukunft zu überlegen, an die man mit einem Kribbeln im Bauch denken kann. Ganz egal, ob man sie sich letztendlich erfüllt oder nicht.

Der Morgen bricht an

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Der Morgen bricht an … von draußen ertönt der Vogelgesang … die Welt scheint in Orange getaucht mit Zuckerwattewolken versehen die vom Himmel herab auf uns blicken … Kaffeeduft vermischt sich mit Zigarettenrauch … ein letztes kleines bißchen Ruhe … innere Zufriedenheit bevor der Tag beginnt … sich sammeln und fokussieren … auf das was der Tag wohl möge bringen … versunken im Morgenritual und bevor mir dann die Zeit erneut entfleucht … wünsche ich einen schönen guten Morgen euch

Zu sein, was ich bin 

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Der einzige Weg für mich, dem Unbekannten zu begegnen, ist, radikal glücklich zu sein. Nicht aus irgendeinem Grund, sondern weil ich es so will. Ich nehme nicht hin, dass das Ego, die Welt, das Leben oder was auch immer, mir mein Geburtsrecht nimmt – das da ist: Zu sein, was ich bin.