Sex

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(…) Und ich wollte, und zwar ihn, genau hier uns jetzt. Die Festigkeit in seinen Händen zerschmolz, seine Lippen trafen meine. Gierig sog ich ihn in mir auf, sein Geschmack explodierte in meinem Mund, mit einer Härte die keinen Widerstand akzeptierte drückte er mich an die hinter mir stehende Wand. Sein Körper bebte, sein Atem ging schwer und mir entwich die Luft aus dem Lungen. Wild und grob. Seine Hände wanderten wissend und gierig an meinem Körper hinab während ich mein Becken an ihn presste. Gott was wollte ich diesem Mann nach all der Zeit! Mit einem Satz hob er mich an und ich schlang meine Beine um seine Hüften. Zog ihn an mich. Meine Hände rissen das Hemd auf, und seine breite Brust hob und senkte sich tief, leichte Schweißperlen spiegelten sich, der Geruch von Adrenalin und Sex schlug mir entgegen. In seinen Augen war nur der Ausdruck des absoluten Verlangens, der Perversion unserer selbst, Zeit und Raum hatten keinerlei Bestand.

Die Wand an meinem Rücken war hart, rau und kühl. Gabriel hingegen war heiß, geballt und grob und ich bekam kaum Luft aus Gier und Lust und dem widersprüchlichen Gefühl zwischen Wand und ihm. Ich hatte das Gefühl beinahe zu explodieren, ich wollte ihn, wollte das er tief in mich eindringt wollte seinen Blick brechen sehen.
„Nich aufhören…“ stöhnte ich und er presste meine beiden Handgelenke mit seinen Händen gegen die Wand, über meinem Kopf. „Wo wir doch damals nie die Gelegenheit dazu hatten“ antwortete er und grinste frech. Er löste eine Hand von meiner und ließ sie zwischen meine Schenkel gleiten. Alles was sich aufgestaut hatte entlud sich und ich kam im selben Augenblick. Mein Unterleib explodierte förmlich und ich biss mir auf die Unterlippe, um den lauten Schrei zu unterdrücken, der sich in meiner Kehle lösen wollte – ich fühlte seine Hand an mir, seine Finger spielten in mir und seine Lippen nahmen mir meinen Atem als er mich innig küsste.“ (…)

(Auszug aus einer Geschichte an der ich gerade schreibe)

Sexuelle Energie, meine Damen und Herren, ist mit das Stärkste in der Palette der Emotionen und Kräfte eines Menschen.
Wie ein Jungbulle der den Weidezaun niederreißt. Weil er muss. Weil er keinen anderen Weg weiß.
Jeder der der Begierde zum Opfer gefallen ist wird handeln oder sich quälen.

Und ich finde das Konzept von Sex sollte hin und wieder geprüft werden. Der Trieb ist animalisch. Wild und zügellos. Sex will gelebt gelebt werden, alles andere ist Vergewaltigung.

Sex ist aber auch Macht und Macht wird ihren Weg finden, auch durch Unterdrückung.

Sex im Geiste setzt Energien frei, die schier unvorstellbar sind.

Die Begierde zieht an, der absolute Wunsch den anderen zu „besitzen“, ihm unbedingt so nahe wie möglich sein zu wollen. – Zu verschmelzen. Niedere Triebe sprechen von Besitz, im Augenblick, höhere von Verschmelzung, dem teilen, ganz hohe von geben, statt nehmen.

Der Wunsch (Unterbewusstsein) ist der Vater des (bewussten) Gedanken.
Der Kick, um etwas zu empfinden. Geheimnisse um das Potenzial zu erhöhen.
Das heimliche Abenteuer um dem Alltag zu entfliehen, eine Strategie von Opfern.
Sex hat eine so unglaubliche Macht und sie beginnt im Geist. In einem selbst. Sexappeal ist kein Umstand, es ist gelebter Sex. – Mit sich selbst.

Sex kann zur Droge werden. Oder zum Gegenteil.

Das wichtigste ist das Sex bei einem selbst anfängt. Darum darf es hin und wieder geprüft werden. Leidenschaftliche Liebe oder die Entdeckung das die Decke gestrichen werden müsste? Das Anrecht der Ehe? Oder der Betrug mit der Nachbarin. – Sex ist kein Ding dem man sich unterordnen muss. Sex ist leben, auf all seinen Ebenen. Leben ist sein. Das Sein darf sich durchaus Qualitativ zeigen, sich verändern, Launen unterworfen sein. Aufbegehren oder zur Ruhe kommen. Von Lust getrieben sein oder schlafend in der Ecke sitzen.

Lasst euch nicht fremd steuern. Von der Werbung, dem Partner, Tv Serien oder hilflosen Gestalten.
Prüft euren Sex, hin und wieder, gebt euch Fantasien hin, spielt… findet heraus welcher Sex der ist, den ihr leben möchtet.

Aber vergesst nicht, dass jeder Gedanke die Tendenz hat, sich zu verwirklichen.

 

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