Sex ist ein göttliches Spiel

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An dieser Stelle möchte ich über Sex reden. Ja genau, dieses seltsame Zeug, bei dem Genitalien die aussehen wie Gemüse aus dem Weltall aneinander gerieben werden und wenn der biologische Imperativ zum Erfolg geführt hat, die Frau etwas in der Größe eines Basketballs aus ihrem Unterleib presst … eine krasse Art, sich fortzupflanzen. Erinnert mich an die Alien Filme.Aber darum geht es mir nicht.

Ich schreibe über Sex, weil es womöglich das ist, was von jedem ausgeführt wird (na ja von jedem nicht – selbst ein 80 Jähriger Einsiedler mit Lepra hat wahrscheinlich mehr Sex als ich – im Moment jedenfalls) aber am wenigsten verstanden wird.

Was es daran zu verstehen gibt? Zum Beispiel dass Sex viel, viel mehr sein kann als purer Lustgewinn (was erst einmal auch völlig in Ordnung ist). Er kann auch mehr sein, als ein Austausch von Intimitäten oder Energien. Er kann sogar mehr sein als der Ausdruck von Liebe zwischen zwei Partnern.

Sex kann das Tor zum Unmanifesten sein, der direkte Zugang zum Göttlichen. Ich spiele hier nicht auf tantrische oder taoistische Techniken an. So interessant dies für Anfänger auf den erwähnten Gebieten sein kann – eine Technik ist nicht nötig.

Auf was es wirklich ankommt ist etwas, um was es in unserem gesamten Leben gehen und alles verändern kann. Es geht in erster Linie um Entspannung, um Hingabe. Um totale Hingabe an den Augenblick. Ich empfehle – auch beim Sex mit einem Partner – deine ganze Aufmerksamkeit bei DIR zu behalten. Ja, ganz richtig, nur bei Dir. Viele Menschen glauben, besonders viele Männer, sie müssten beim Sex eine Leistung vollbringen, besonders gut sein, sich erst einmal um den Partner kümmern (natürlich damit dieser nicht enttäuscht ist) – ganz einfach ein guter Liebhaber, eine gute Liebhaberin zu sein. Genau dieser Druck, den man sich selber macht, führt dazu, dass es zu unbefriedigendem Sex kommen kann.

Das Geheimnis ist dasselbe wie immer: Aufhören zu denken und sich hingeben. Für Menschen, die sich damit zu Beginn etwas schwer tun, können sinnliche Massagen mit warmem Öl, Musik, Kerzenlicht helfen …

Ich habe vor langer Zeit herausgefunden, dass wenn man sich völlig in den Moment begibt – und natürlich nur und total ins Fühlen geht – die sexuelle Energie ganz anders fließt und wirkt als wenn man dabei noch im Kopf ist, sprich: Etwas will oder nicht will.

Eines Tages begann ich mich während des Orgasmus einfach, vor allem körperlich, zu entspannen und tief in den Höhepunkt hinein zu atmen. Das Ergebnis war dass ich einen Ganzkörper – Orgasmus hatte – ohne zu ejakulieren. Viele tantrische Techniken zielen genau darauf ab: Die Ejakulation beim Mann zu verhindern, um die schwächende Wirkung der Entladung zu verhindern, die Energie zu speichern. Ich mag aber nichts verhindern und will auch nichts TUN wenn es um Sex geht. Wie immer liegt der Schlüssel im loslassen. Wenn ich nichts mehr festhalte, muss ich auch nichts verhindern. 

Ich war sehr begeistert als ich diese Erfahrung das erste mal machte. Ich dachte nur WOW – das kommt mir sehr entgegen, wieder mal nichts machen zu müssen „smile“-Emoticon Die Möglichkeit, so die Energie zu behalten ist natürlich auch vorteilhaft für die Frau. Man pennt als Mann nach dem Abspritzen eben nicht gleich ein und der Dame bleibt der Griff in die Nachttischschublade nach dem Vibrator erspart …

  
Der Orgasmus der zu Gott führt ist möglich, wenn man vollkommen entspannt. Viele Menschen haben Nackenschmerzen vom masturbieren – das ist kein Witz. Wenn es auf den Höhepunkt zugeht, werden sie mit ihren Bewegungen immer schneller und verkrampfen, das führt zu Verspannungen, das kann es nicht sein.

Mein Rekord, die Energie ohne zu ejakulieren auszukosten, liegt bei 9 Stunden. Da muss ein roter Tantriker lange dran stricken … einfach loslassen und atmen …

Das ist alles ganz nett aber das ist gar nicht die Hauptsache. Meine letzte Freundin „beschwerte“ sich bei mir, dass sie erst einmal 10 Minuten „arbeiten“ musste, um mich zurück zu holen, da ich beim Sex mit einer Frau die ich liebe, meinen Körper verlasse, ich löse mich auf, ich „bade“ in meiner göttlichen Essenz. Wie sie auf die Idee kam, mich da wieder zurück zu holen, keine Ahnung…

Versteht mich nicht falsch: Ich habe nichts gegen einen Quickie auf der Waschmaschine oder wenn sich jemand eine Gummimaske überzieht und die Peitsche herausholt…alles darf sein. Sich austoben, versauter Sex ist ok – wenn es aber NUR darum geht, den oberflächlichen Hunger zu stillen, der sowieso nie wirklich gestillt werden kann, dann läuft etwas schief. 

Sex ist ein göttliches Spiel des Bewusstseins. Es ist wirklich schade, dass Menschen auf der Stufe der reinen Kopulation stehen bleiben, es kann etwas so unglaublich erfüllendes sein, wenn man jegliche Kontrolle aufgibt und sich selbst als das erfährt, was man in Wirklichkeit ist: Gott / Göttin.

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Nur die …

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„Hey Baby, dein Körperbau ist ja der Wahnsinn! Wie wäre es mit uns zwei heute Abend, Süße?“, grinste der Mann an der Bar.

Die angesprochene Frau drehte sich elegant zu ihm um, verzog keine Miene und antwortete: 

„Ich bin weder Baby noch Süße für einen Fremden wie dich. Ich besitze einen Namen und wenn sich jemand für mich interessiert, sollte er diesen als erstes lernen und nie wieder vergessen. Im Übrigen ist mein Körper nicht Wahnsinn, sondern wertvoll. Man bekommt ihn nicht für eine Nacht, man bekommt ihn nicht einzeln und schon gar nicht bekommt man ihn so einfach. Ich bin kein Stück Fleisch auf zwei Beinen, sondern ein Mensch mit Herz und Seele. Ein Mann der mich will, bekommt mich nur im Ganzen und das für ein ganzes Leben, aber auch nur, wenn er bereit ist mir das wertvollste zu schenken, was er besitzt. Es ist weder Geld, noch Besitz das ich damit meine. Alles was ich möchte, ist sein Herz. Sex haben kann jeder Trottel, aber die Ehre zu lieben und geliebt zu werden gebührt nur den Wenigsten. Mir ist es egal wie lange es dauert, mir ist es egal ob andere mehr Partner hatten wie ich. Ein einziger Mensch der mich wahrhaft liebt, ist alles was ich zum Leben brauche. Also nein, es gibt kein Uns und auch keine Nacht.“

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Ungewollter Seitenwechsel

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Gelacht,
verstanden,
gemocht.
Vielleicht sogar-
geliebt

Doch dann schmierte 
das System für mich ab

Grübelnd,
unverstanden,
beobachtet.
Vielleicht sogar- 
belächelt

Und dann lag ich
abseits der Norm

Geächtet
gemieden,
unbequem.
Vielleicht sogar-
unheimlich

So lebte ich,
als Du mit mir fertig warst

(Wolfsskin)

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Kein Liebesgedicht

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Heute … Kein Liebesgedicht

Ich würde gerne Mal wieder ein Liebesgedicht schreiben.
Doch da gibt es immer Einwände.

„Du schreibst oft zu persönlich.“

„Lass doch bitte die Bezugspunkte weg,
zumindest Punkte welche zur Realität führen.“

„Das muss nun wirklich nicht jeder lesen
und damit auch wissen.“

Wie aber soll ich ein Gedicht über Liebe schreiben,
wenn ich meine Liebe nicht benennen kann?

Vielleicht sollt ich mich ans Meer stellen,
deinen Namen rufen und die Wellen bitte –
meine Liebe zu dir zu tragen.

Auch könnt ich den Wind bitten,
meine Worte zu dir zu wehen.

Doch woher soll der Wind wissen
wer du bist?
Wie soll die Welle deine Sinne finden,
wenn ich dich nicht benennen darf.

Also schreib ich keine Liebesgedichte.

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