Narr

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Wer glaubt, dass nach 12 Jahren Zeit 

der Lüge und Schein-Heiligkeit,

es dann im 13. passiert, 

dass Wahrheit urplötzlich regiert …

Der ist, das sag ich klipp und klar, 

nichts anderes, als ein armer Narr. 

Mein Bäcker-Bonus bei Fräulein Elke 

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Ich stehe im Bäckerladen, um meine Brötchen fürs Wochenende zu erstehen. Elke, eine rassige Brünette lächelt mich erwartungsvoll an, während ich die Auslagen in den diversen Brotkörben studiere. »Wie üblich…?«, haucht sie über den Tresen.

     »Guten Morgen«, begrüße ich sie mit einem unwiderstehlichen Charme-Timbre im Bass. »Ich hätte gerne fünf Kürbiskernbrötchen und zwei Joghurtsemmel.«

     »Aber gerne«, zwitschert sie. »Übrigens, kennen Sie unser neues Bonus-System?«

Ich schüttle überrascht den Kopf. »Nein, noch nicht…«, erwidere ich irritiert, während meine Augen wohlwollend über ihre topographischen Attraktionen wandern.

     »Wenn Sie heute zwei Mini-Dreispitz-Leinsamen-Blätterteig-Eckchen und vier abgeflämmte Bio-Mohn-Knusper-Baguettes nehmen, bekommen Sie zwei Brötchen-Bonus-Punkte mehr als für die fünf Kürbiskernbrötchen. Zwei französische Schrotwecken gibt’s extra dazu.«

     »Ach….!« Vermutlich müssen die Franzosen weg, bevor sie knochenhart werden, denke ich. Aber einem geschenkten Gaul… »Ja, dann…«, murmle ich unentschlossen und blicke mich nach Alternativen um.

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Ich gestehe, früher war alles leichter. Da konnte man zwischen Milch-, Wasser- und Salzbrötchen wählen, heute braucht man enorm viel Phantasie, um sich vorzustellen, auf was man gerade Appetit haben könnte. Meine Augen wanderten spontan über den Tresen und suchten ihre schwarzen Mandelaugen. Fräulein Elke schien meine Gedanken lesen zu können und lächelt hinreißend. Um ein Haar wäre mein Blut in Wallung geraten. Doch bevor ich mich in verwegene Gedanken verstricke, werde ich unterbrochen. 

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     »Oder nehmen Sie doch zwei Dreikorn-Kümmel-Laugenschrot-Knacker…«, unterstützt mich Elke bei meiner Entscheidungsfindung, »…und wenn Sie dazu noch fünf Roggen-Käse-Feinschmecker-Stangen aus Winzerbrot-Teig kaufen, dann bekommen Sie sogar drei Brötchen-Bonus-Punkte mehr.«

     »Klingt nicht schlecht…! Und was passiert mit den Punkten?«, frage ich interessiert.

     »Ab fünfundzwanzig Punkte bekommen sie sieben Fitness-Sesam-Backstuben-Schnitten für nur einen Euro.«

     »Wunderbar«, entfährt es mir. »Aber Weizen-Mohn-Zöpfchen esse ich lieber«, wende ich mit gerunzelter Stirn ein.

     »Die gibt es nur in Verbindung mit zwei Laugenbrezeln ohne Bonuspunkte!«

     »Und was ist mit dem Ciabatta«, erkundige ich mich weiter.

     »Die sind heute im Angebot!«, höre ich sie sagen. »Mit Oliven, Paprika, oder Bio?«

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Ich überlege, wie wohl Semmeln ohne Bio hergestellt würden und welche Materialien zum Einsatz kämen, während mich die schöne Bäckerin mit einem grandiosen Augenaufschlag betört.

     »Die sind aber von gestern«, bemerkt Fräulein Elke beiläufig und greift nach einer größeren Tüte.

     »Nein, dann möchte ich doch lieber Frische! Ich mag‘s gern knusprig«, und bewundere ihr atemberaubendes Dekolleté.

     »Welche Sorte?«, flötet sie und wirft mir einen glühenden Blick zu, der mehr zur Kundenbindung beiträgt als jedes Pünktchen auf meinem Rabattkonto.

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Die Schlange hinter mir staut sich bereits auf dem Bürgersteig und es wird Zeit für eine rasche Entscheidung.

     »Wollen sie heiraten oder Brot kaufen«, knurrt eine Stimme hinter mir.

Ich beachte den Drängler hinter mir nicht. »Geben Sie mir acht doppelseitig gebackene Malz-Mehrkorn-Krüstchen und fünf Bio-Sesam-Spitzen.«

»Haben Sie Besuch?«, säuselt Fräulein Elke zuckersüß, während sie die Tüte auffüllt. Ihr investigativer Unterton war mir trotzdem nicht entgangen.

 »Nein, Hunger…«, erwidere ich und schenkte ihr ein geheimnisvolles Lächeln. 

     »Sieben Euro zwanzig! Haben sie schon ein Kärtchen, damit ich die Punkte drauf buchen kann?«

     »Nein«, antwortete ich und überlege, ob der Preis angesichts der rassigen Bedienung eine Vergnügungssteuer beinhaltete.
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Die Brünette reichte mir mit strahlenden Augen ein Heftchen und einen Kugelschreiber über die Theke. »Sie müssen das ausfüllen!«

Für Elke würde ich sogar noch meine Telefonnummer draufschreiben. Brav notiere ich meinen Namen und Adresse auf den neuen Kundenausweis und nehme meine Tüte entgegen. »Ach…, eh ich‘s vergesse…!« Ich wende mich noch einmal dem Tresen zu. »Sind Sie sicher, dass meine Daten nicht beim Verfassungsschutz landen?«

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Elke, die schöne Bäckerin ist perplex. »Ähh…«, meint sie und errötet.

     »Sie müssen das verstehen«, erwidere ich mit charmantem Unterton. »Mit den Daten wird heutzutage allerhand Unfug angestellt. Es wäre mir unangenehm, wenn man beim Verfassungsschutz meine Essgewohnheiten eines Tages gegen mich verwendet.«

Elke schaut mich konsterniert an. Der Scherz war ihr wohl zu intellektuell.

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Ich grinse und verlasse den Laden. Nun noch schnell zum Friseur. Es wäre in diesem Monat mein 10.ter Besuch und ich würde dieses Mal kostenlos geschoren werden! Was tut man nicht alles, um in diesen Zeiten ein Schnäppchen zu ergattern… Auch wenn man hinterher ’ne Glatze hat oder der großen Auswahl wegen in Entscheidungsnöte gerät und deshalb verhungert.

Neue Schuhe braucht die Frau 

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Um dieses Thema zu beleuchten, bedarf es eines Blickes in die Schöpfungsgeschichte. Will man der Bibel Glauben schenken, hatte der Herr zuerst Adam geschaffen. Ich will es vorwegnehmen. Er war barfuß, hatte aber unversehens eine Rippe weniger. Möglicherweise hatte Gott sich etwas dabei gedacht, als er damit die Frau erschaffen hat. Bekanntermaßen wurden Er und Eva aus dem Paradies vertrieben. Hätte Eva, nachdem sie sich mit der Schlange verbündete, um ihren Kerl leichter verführen zu können, einfach die Klappe gehalten, wäre es vermutlich friedlicher auf der Welt zugegangen. Denn als für sie klar war, wie man einen Mann am besten manipuliert, latschte sie postwendend zu Adam, der gerade unter einer Palme saß und einen Speer schnitzte. Sie hielt ihm ihre verlockenden Früchte unter die Nase und schon hatten wir den ersten Sündenfall.
Ich nehme an, dass Eva nur deshalb mit ihren Reizen kokettierte und Adam den Mund wässrig machte, weil sie neue Klamotten brauchte. Mich würde interessieren, wie viele Feigenblätter er heranschaffen musste, bis sie endlich sagte: »Ich nehme dieses.« Und da der Allwissende das Weib überflüssigerweise mit Eitelkeit und Gefallsucht ausstattete, überrascht es nicht, dass sie sich im neuen Outfit bewundern wollte. Eva hatte also nichts Eiligeres zu tun, als an den nahe gelegenen Fluss zu eilen. 
Als sie sich zum ersten Male auf der spiegelnden Oberfläche des Wassers betrachtete, bemerkte sie, dass Feigenblätter nicht besonders kleidsam waren. Die Problemzonen waren nur unzureichend bedeckt. Besonders Hüften und Oberschenkel erregten ihr Missfallen. Was Adam damals noch nicht wissen konnte, ist die Tatsache, dass das Quengeln und Nörgeln der Frauen kein Laster, sondern die normale weibliche Sprechweise ist. Evas heruntergezogene Mundwinkel zeigten Wirkung und dem armen Gatten blieb nichts anderes übrig, als Bananenstauden mit riesigen Blättern zu züchten und im Anschluss einen Spiegel zu erfinden. 
Was hat sich bis heute geändert? Nichts! Frauen sind – wie einst Eva – stets bereit, das Paradies aufzugeben, wenn sie dafür ein elegantes Feigenblatt bekommt. Und damit nicht genug. Es soll breite Hüften kaschieren, den Busen zur Geltung bringen, die langen Beine betonen und den kurvigen Hintern unterstreichen. Nur so ist es zu erklären, dass es neuerdings Typen gibt, die sich Zöpfe wachsen lassen und raffinierte Damenkleider entwerfen. Doch es ist eine seltsame Illusion der Frauen zu glauben, Kleidung lasse Gewicht und Figur vergessen! 
Und das Motiv? Liebe? Nein…! Männer sollen ihnen verfallen, sie sollen sich nach ihnen verzehren, sie willenlos machen, damit er gegen neue Schuhe nichts einzuwenden hat. Dabei vergessen die Damen niemals, dass die Liebe der Männer in neun von zehn Fällen auf ihrer optischen Verführung – sprich Täuschung beruht. Dass Eva ein leichtes Spiel bei ihrem Adam hatte, liegt auf der Hand. Der himmlische Vater hatte sich bei der Erschaffung des Mannes geirrt und sein Hirn nicht in den Kopf, sondern in dessen Hose eingepflanzt, ein nicht wieder gut zu machender Fehler. 
Eva dagegen stattete er mit Raffinesse und Verschlagenheit aus. So erklärt sich die Tatsache, dass es bis heute zwischen Mann und Frau nichts wie Missverständnisse gibt. Schließlich, und daran gibt es nichts zu deuteln, ist ein dekolletiertes Kleid stets auf Erfolg zugeschnitten! Wenigstens können wir Männer uns heute darauf zurückziehen, dass es göttlicher Wille war, dass wir heute auf beinahe jeden weiblichen Hintern starren. Wie sehr der Mann darauf achten muss, was Frau meint, wenn sie etwas sagt, zeigt folgendes Beispiel. Wenn Frauen über Stoffwechsel reden, meinen sie immer ein neues Kleid und nicht etwa eine fehlgeschlagene Diät!
Einer der großen Meilensteine in der Evolutionsgeschichte der Frau, war die Erfindung von Schuhgeschäften und die damit verbundene Suche nach dem richtigen Modell. In dieser Zeit entstand das geflügelte Wort, dass Männer und Schuhe eines gemeinsam hätten: Nach den Richtigen muss man lange suchen. Aschenputtel ist der beste Beweis, dass die Damen glauben, neue Schuhe seien unverzichtbar. Es gibt Frauen, die Schuhe sammeln, oder um sie nur einmal zu tragen. Ich kenne Frauen, die für jedes Kleidchen, für jedes Wetter und für jeden Anlass das passende Schühchen haben. 
Damit will ich nicht sagen, dass ein einmal gebrauchter Mann je nach Gelegenheit oder Ereignis ausgetauscht wird oder im Schrank verschwindet.  Ziemlich unwahrscheinlich, zumal so ein Kerl wegen der Schuhe und der vielen Feigenblätter (Blusen, Kleider, Tops, Jäckchen, Kostüme, Hosen, Slips, Hängerchen, BH`s, La-Perla-Reizwäsche) dort gar keinen Platz fände. Männer werden anders entsorgt. Rigoroser! Unerbittlicher und rücksichtsloser, es sei denn, sie verfügen über das nötige Kleingeld, Produkte von Designern mit Zöpfen zu bezahlen.
Was die Damen damals wie heute allerdings mit ihren Galoschen, Riemchensandalen, Stiefeletten, High-Heels oder Pumps erreichen wollen, liegt auf der Hand. Sie wünschen sich nichts sehnlicher, als dass wir ihre Beine bewundern und uns angesichts der wohlgeformten Versprechungen das Wasser im Mund zusammenläuft! Es geht also wie seinerzeit im Paradies um süße Früchte und Eva ruht nicht, bis Adam anbeißt (in den Apfel)! 
Schon deshalb haben Modeschöpfer von Rang unverschämt tiefe Ausschnitte an Kleidern erfunden. Dass die Pharma-Industrie aufgrund des verführerischen Großangriffes und des Überangebotes weiblicher Reize der Damen sogleich mit Viagra nachgezogen hat, ist nichts weiter als eine Art Selbstverteidigung. Männer mussten befürchten, den neuen Herausforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. Schließlich hat Eva ihren Adam damals auch nicht mit einem ganzen Obstkorb verführt. Sie wusste, dass das Flüstern einer Frau die Männer schneller in Bewegung bringt, als das Brüllen eines Löwen. Lange, schlanke Beine ohnehin!
Nun ja, gegen schöne Beine ist prinzipiell nichts einzuwenden, vor allem dann, wenn die Röcke kurz genug sind. Ich gebe zu, Füße interessieren uns dabei weniger! Entfleucht uns Männern ein anerkennender Pfiff, bekommen wir sofort die Quittung! Prompt reduzieren Frauen uns darauf, dass wir sie auf ihr Äußeres reduzieren. Ein Paradoxem! Weshalb tun sie dann alles, um den Kerlen zu gefallen? Ist es den Männern zu verdenken, wenn sie beispielsweise in ihrer Freizeit Frauenherzen sammeln und es nur einmal benutzen? Ich sage, nein! Einerseits treibt sie ein gewisser Nachahmungstrieb dazu, andererseits kann man schließlich nicht stundenlang im Schuhgeschäft auf Hockern herumsitzen und den Damen dabei zuzusehen, wie sie zweihundert Paar Schuhe ausprobieren. 
Garantiert verlassen sie den Laden, weil ihnen kein einziges Paar gut gepasst hat. Ein Grund mehr, ins nächste Geschäft zu stöckeln. Allerdings muss das nicht unbedingt ein Schuhladen sein, obwohl sie uns mitgeschleppt haben, weil sie angeblich Schuhe benötigten. Hätte Adam damals eine weise Regel beherzigt, den Herren der Schöpfung wäre später viel erspart geblieben: Man muss einer Frau gewisse Freiheiten lassen, ihr jedoch keine Gelegenheit geben, sie auch zu nutzen.
Als irgend so ein bedauernswerter Tropf aus Frankreich auch noch die Damenhandtasche erfand, hatten Männer nichts mehr zu lachen. In Fußgängerzonen liegen sie zumeist direkt neben dem Schuhladen. Und die wiederum in direkter Nachbarschaft von Damenboutiquen. Schon deshalb läuft der herkömmliche Mann beim gemeinsamen Einkauf Gefahr, dass er den Hungertod stirbt, sollte er eine modebewusste Eva mit Hang zum Riemchenschuh am Hals haben. Was den Schuh- und Handtascheneinkauf anbelangt, so erklärten sich schon im Jahre 40 n. Chr. die Frauen mit einem ganz und gar weiblichen Aphorismus solidarisch. Zwischen Mann und Frau gäbe es keine Chancengleichheit, behaupteten sie. 
Kürzlich belauschte ich vor einer Damentoilette ein Gespräch zwischen zwei Freundinnen: Ein Mann habe zwar die Chance, eine Frau zu bekommen; und was bekommen wir? Höchstens einen Mann! Ja, sowas…! Immerhin verdienen oft genug die Männer das Geld für die neuen Sommerschuhe! Heute bin ich der Meinung, nicht nur manches Handtäschchen, sondern auch die dazu gehörigen Damen scheinen aus Krokodilleder geschaffen worden zu sein.
Handtaschen…, es sind ideale Accessoires und gute Argumente, Konkurrentinnen auszustechen, wobei wir beim nächsten Stichwort wären. Eifersucht! Sie ist so alt wie die Menschheit und begann damals ganz harmlos. Als Adam einmal spät heimkam, fing Eva an, seine Rippen zu zählen. Schon Ali ibn Abi-Talib, Vetter und Schiegersohn Mohammeds stellte im 6.ten Jahrhundert fest: Die Eifersucht der Frau beruht auf Unglaube, die Eifersucht des Mannes jedoch auf Glaube! Wie Recht er doch hatte. Keine Frau glaubt, dass der Mann vor weiblicher Verführung gefeit ist, besonders, wenn sie im Nachbarhaus wohnt. Der kluge Mann baut vor, kauft seiner Eva am besten ein paar Schuhe, und schwört Stein und Bein, dass er nur ihre Früchte liebt. 

Ein neuer Morgen 

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Ein neuer Morgen. Eine andere Zeit. 

Sonnenstrahlen, die sich durch Glas brechen.  

Und ahnungslos gebrochenes berühren. 

Seelen. Herzen. Körper. 

Als du gegangen bist heute Morgen. 

Bin ich zerbrochen. 

Einmal mitten durch. 

Von oben bis unten. 

Von links nach rechts. 

Und jetzt. 

Ist nur noch dein Weinglas da. 

Das Bett, was du zerwühlt hast. 

Mich, den du zerbrochen hast.

Shit happens

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Ganz gleich wie „erwacht“, spirituell entwickelt, gut oder schlecht, klug oder dumm, lieb oder gemein – oder was sonst noch – du bist…

Das Unausweichliche wartet auf jede/n von uns.

Es ist amüsant zu beobachten, wie uns das Leben immer wieder die eingebildete Kontrolle entreißt.

Was macht der Manager, wenn ihn während des Meetings sein Darm überrascht? Schon mal in der U- Bahn Druck gespürt? Scheiß Situation.
Unser Körper zeigt uns jeden Tag, wer hier das Sagen hat. Du kannst weder Deinen Pulsschlag oder Deinen Blutdruck 24 Stunden am Tag jede Sekunde kontrollieren. Stell mal das Atmen für eine Minute ein – und du wirst wissen, was du wirklich willst!

Wer hat bestimmt wann du heute morgen aufgewacht bist? Kannst du es rückgängig machen?

Wer möchte die Kontrolle behalten? Es ist immer nur der arme Verstand, der glaubt, er müsste dich vor dem Leben retten. Was für eine Erleichterung, zu erkennen, es ist eh schon alles für dich  arrangiert. Lehne dich zurück und genieße die Show. Und wenn mal was nicht so läuft, wie du es gerne hättest – warte bis zum Ende, noch kannst du vielleicht nicht sehen, dass es gut so für alle Beteiligten ist. Es ist immer gut so wie es ist – sonst wäre es anders.
Dein Wille geschehe. Wir haben es nicht in der Hand aber dafür ziemlich viel in den Eingeweiden.

Setz dich, entspann dich – und lass es einfach laufen. Shit happens 😂

Vertrauen 

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Die Sache mit dem Vertrauen 
Wenn es einem Menschen schwerfällt dir zu vertrauen, 

hat das selten nur mit dir zu tun, 

sondern damit, dass alte Verletzungen

wie eine offene Wunde in ihm brennen. 
Von ihm Vertrauen zu verlangen, 

kann das letzte bisschen sein, 

das ihn über eine emotionale Klippe stösst

hinein in das dunkle Meer voller Angst. 
Vertrauen können ist keine Sache des Verstandes. 

Nichts, das wir im Kopf beschliessen könnten. 

Vertrauen ist eine Sache des Herzens. 
Und Herzen folgen ihrer ureigenen Melodie. 
Wenn du dir das Vertrauen eines anderen wünschst, 

hülle ihn nicht unbedingt in schöne Worte 

oder gar Versprechen ein, sondern schau zu, 

wie schön es ist wenn sein Herz still wird,

weil es deinen Taten lauscht.

Gedankenspirale 

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Was, wenn wir das emotionale Gewicht an Unsicherheit, Selbstzweifeln und scheinbar nie enden wollenden Gedankenspiralen in (und zwischen) uns für einmal links liegen lassen und uns mit geschlossenen Augen zwei, drei torkelnde Schritte hinaus ins wildwassergleiche Leben hinaus wagen würden?
Die eine Frage, 

sie stellt sich mahnend 

und hallt kopfschüttelnd nach:
Was 

tun wir 

hier 

eigentlich

(uns

selbst an)

und 

wozu?

Ich bin müde 

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Ich bin müde.

Müde vom Erklären, warum ich traurig bin,

Müde, mich zu rechtfertigen, warum ich Angst habe,

Müde, so zu tun, als sei alles gut.
Und doch finde ich keinen Schlaf.

Denn ich überlege, warum ich traurig bin,

Grüble, woher die Ängste kommen,

Denke nach, wann ich nicht mehr ich war.
So vergeht Tag um Tag,

Und das Gefühl, hilflos zu sein, steigt,

Das Gefühl, nicht lebensfähig zu sein erdrückt einen,

Es macht einen müde und schlaflos.

Mit Freundlichkeit … 

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Ich lebe immer kurz vor der Detonation. 

Gerade eben vor dem Supermarkt. Ein junger Mann nestelt an seinem Fahrrad herum, ich stelle mich daneben.
Ich: »Oh Mann, das sieht ja kompliziert aus. «

Er: »Geht so.«

Ich: »Als Fahrradfahrer sollte man immer das richtige Werkzeug dabei haben.«

Er: »Niemand mag Klugscheißer.«

Ich: »Das sagen alle dummen Menschen.«

Er: »Selber dumm.«

Ich: »Ganz sicher. Ich hätte zum Beispiel auch keine Ahnung, wie man so ein Fahrrad repariert.«

Er: »Ich repariere nichts.«

Ich: »Was machen Sie dann?«

Er: »Wonach sieht’s denn aus?«

Ich: »Nach Reparieren, das hat das Fahrrad sicher nötig.«

Er: »Ich repariere nichts, das Schloss klemmt.«

Ich: »Ah, okay. Und die Kette ist ja ziemlich fett, die kriegt man wohl nicht so einfach durch.«

Er: »Nee.«

Ich: »Und das Schloss lässt sich nicht öffnen?«

Er: »Nein, sonst wäre ich ja schon längst weg!«

Ich: »Wie gesagt: Man braucht gutes Werkzeug, das hat mein Opa schon gesagt.«

Er flucht, ich hole eine Tüte Gummibären aus meinen Rucksack. 

Ich: »Ein bisschen Stärkung?«

Er: »Nein, Danke.«

Ich: »Dann nicht. Brauchen Sie denn Hilfe bei dem Schloss?«

Er: »Nein, ich kriege das schon hin!«

Ich: »Gutes Werkzeug. Habe ich wohl schon mal gesagt. Mit so einer Fummelei wird das auf Dauer nichts.«

Er: »Hauen Sie einfach ab!«

Ich: »Kein Grund, so unfreundlich zu sein! Ich wollte nur helfen.«

Er: »Kann ich drauf verzichten!«

Ich: »Ja, merke ich auch. Trotzdem würde ich mir gern mal das Schloss ansehen.«

Er: »Warum!?«

Ich: »Weil ich den Schlüssel dafür habe und wissen will, ob er noch passt.«
So schnell, wie der junge Mann laufen konnte, brauchte der gar kein Fahrrad. Und schon gar nicht meines. Einige Dinge kann man mit Freundlichkeit auch viel besser erledigen. Und mein Schloss und meine Kette haben den ersten Belastungstest bestanden.

​Wenn ich erst erwachsen bin, dann …

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… bleibe ich so lange auf, wie ich will! – Check!
(Nur schade, dass ich den Schlaf mittlerweile lieben gelernt habe und wir uns am Morgen meist viel zu früh wieder trennen müssen. Außerdem brauche ich meinen Schlaf. Zu wenig Schlaf ist auf Dauer schließlich schlecht für den Körper.)
… mache ich mir eine riesige Schüssel Kuchenteig und esse die ganz    alleine auf! – Check!
(Na gut, es war Pfannkuchenteig. Der geht schneller. Und in einer Tasse. Man muss es ja nicht gleich übertreiben und auf Bauchschmerzen kann ich auch verzichten.)
Ich könnte diese Liste endlos fortsetzen. Sie ist voller Klischees. Aber zauberhafter Klischees. Wünsche, bei denen das Herz stark anfing zu klopfen, wenn man nur daran dachte.
Und plötzlich ist man „erwachsen“ und hat (scheinbar) alle Möglichkeiten. Man kann tun und lassen, was man will. Richtig die Sau rauslassen. Theoretisch. Und plötzlich verlieren diese Dinge ihren Zauber. Weil einerseits vieles alltäglich wird und weil es andererseits eben doch Grenzen gibt. Grenzen in Form finanzieller Möglichkeiten, Platzmangel, Gesetzen, „Vernunft“ …
„Erwachsen“. Was ist das eigentlich? Eine Zahl auf dem Ausweis? Ein gut gefülltes Bankkonto? Will ich überhaupt je ganz erwachsen werden?
Nein. Das innere Kind soll, ja muss man sich unter allen Umständen bewahren. Nur so kann das Leben diesen besonderen Zauber behalten, den wir schon damals so liebten. Das ganze Geheimnis liegt darin, jeden Moment in seiner Besonderheit und Einzigartigkeit zu erkennen und zu schätzen. Sich an kleinen Dingen zu freuen. Und sich immer wieder neue Dinge für die Zukunft zu überlegen, an die man mit einem Kribbeln im Bauch denken kann. Ganz egal, ob man sie sich letztendlich erfüllt oder nicht.